»Roland Böer entlockt der Partitur ein Höchstmaß an Klangsinnlichkeit, Prägnanz und Durchsichtigkeit«
Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung
Biografie
Roland Böer ist seit der Spielzeit 2023/24 Generalmusikdirektor des Staatstheaters und Chefdirigent der Staatsphilharmonie Nürnberg.
Er gastierte an führenden internationalen Opernhäusern wie dem Teatro alla Scala, dem Royal Opera House und der English National Opera London, der Deutschen und der Komischen Oper Berlin, der Opéra du Rhin Straßburg, der Wiener Volksoper, den Königlichen Opernhäusern Stockholm und Kopenhagen, der Polnischen Staatsoper Warschau, dem Tschechischen Nationaltheater Prag und dem New National Theatre Tokyo.
Als Konzertdirigent leitete er das London Symphony und das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, das Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, das hr-Sinfonieorchester und das Münchner Rundfunkorchester, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und die Deutsche Radiophilharmonie.
Von 2002 bis 2008 war er Kapellmeister an der Oper Frankfurt. Ab 2009 leitete Roland Böer, zunächst als musikalischer, dann als künstlerischer Direktor, über zwölf Jahre hinweg das Festival "Cantiere Internazionale d’Arte di Montepulciano“ und war außerdem bis 2019 Erster Gastdirigent des Mikhailovsky-Theaters in St. Petersburg.
Aufnahmen erfolgten u. a. mit dem Philharmonia Orchestra für EMI und OPERA RARA, mit dem Scottish Symphony Orchestra für BBC und mit den Bamberger Symphonikern für den Bayerischen Rundfunk. Roland Böers Debüt am Teatro alla Scala mit der „Zauberflöte“ in der Produktion von William Kentridge ist als DVD bei OPUS ARTE erschienen.
Roland Böer wurde vom Royal Northern College of Music in Manchester mit dem Congregation Award RNCM Fellow ausgezeichnet und ist Ehrenbürger der Stadt Montepulciano.
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Aktuelle Spielzeit
In seiner letzten Spielzeit als Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Staatsphilharmonie Nürnberg dirigiert Roland Böer erneut ein breites Opern- und Konzertrepertoire.
Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2026/27 zählt die Neuproduktion von Richard Wagners Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg (Regie: Barbora Horáková Joly), deren Premiere am 10. Oktober 2026 stattfindet.
Im Konzertbereich leitet Böer vier Philharmonische Konzerte der Staatsphilharmonie Nürnberg, unter anderem mit Werken von Ligeti, Brahms und Ives, Schostakowitsch und Mendelssohn, Schumann und Bruckner sowie Reger und Mahlers Das Lied von der Erde.
Darüber hinaus dirigiert er in der Spielzeit 2026/27 unter anderem Neujahrskonzerte, ein Konzert der von ihm entwickelten Reihe Dreiklang sowie das Klassik Open Air.
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